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Die Diagnose

wurde ca. 6 Monate nach den ersten aufgefallenen Symptomen gestellt.

Bis dahin war es eine Odyssee:-(

Im November 2014 bin ich erstmals zum Hausarzt gegangen, ich hatte 10 kg in wenigen Wochen ohne ersichtlichen Grund zugenommen, nachts und auf Station bei der Arbeit hatte ich immer öfters Rhythmusstörungen die mir Angst machten....

Es wurde Blut abgenommen aber die Werte (TSH) zeigten nur eine leichte Abweichung von der Norm.

Ich erhielt eine Überweisung zur Nuklearmedizin für ein Szintigramm der Schilddrüse.

Gleichzeitig hatte mein rechtes Knie doppelte Ausmaße angenommen und tat höllisch weh, knien oder in die Hocke gehen ging überhaupt nicht mehr.....

Zum einen weil das Knie schmerzte und zum anderen weil ich das Gefühl hatte, ich kam weder runter und erst recht nicht wieder hoch....

Überweisung zum Chirurgen, der mich zum MRT schickte.

Am 19.01.2015 hatte ich dann erstmalig  Szinti und Ultraschall der Schilddrüse  in einer Klinik in der Nähe.

Ergebnis sollte ich zugeschickt bekommen....

Kam dann auch nach ca. 10 Tagen mit der Empfehlung einen weiteren Termin für ein MIBI Szinti zu machen.....

Vorher hatte ich dann am 03.02.2015 den Termin zum MRT vom Knie.

Ergebnis war folgende Diagnose:

"Gonalgie bei Retropatellararthrose"

Ruhigstellung und Schmerzmedikation, evtl. kühlen...

Am 10.02.2015 hatte ich dann den Termin zum MIBI Szinti, anschliessend wieder warten bis zum Ergebnis....

Da es aber mit der Symptomatik immer schlimmer wurde hat mein HA mich ab dem 17.02.2015 AU geschrieben und ich erhielt erstmalig Betablocker, Bisoprolol 5 mg 1-0-0 und evtl. bei Bedarf bis zu weiteren 5 mg.

Zusätzlich erhielt ich einen Termin beim Kardiologen am 03.03.2015 zum Ausschluss diverser Herzerkrankungen,

Ergebnis war zumindest das Herz betreffend erstmal beruhigend, keine krankhaften Veränderungen, altersentsprechend...

Das Schreiben der Klinik,  ca. 10 Tage nach der Untersuchung vom MIBI Szinti war wieder nicht zufriedenstellend, es gab die Empfehlung zu einem weiteren Szinti, diesmal ein Suppressionsszinti....

Den Termin erhielt ich dann für den 01.04.2015,

ich musste genau 28 Tage vorher mit L-Thyroxin anfangen, Vom 05.03.2015 - 18.03.2015 musste ich 50 µg L-Thyroxin nehmen und vom 19.03.2015 - 31.03.2015 dann 100 µg L-Thyroxin, dann absetzen und das Szinti am nächsten Tag.

Auch danach bekam ich nicht wirklich eine Diagnose, sondern lediglich die Empfehlung zur Radiojodtherapie, ich sollte einen Termin machen zur Voruntersuchung.

Dann direkt Termin beim zuständigen Oberarzt gemacht, sehr unbefriedigendes Gespräch ohne Erklärungen und mit der Frage

"Wollen Sie die RJT oder eine Operation?",

Daraufhin war ich nicht nur gefrustet sondern auch ziemlich sauer...Mir ging es zusehend schlechter und dann so eine Aussage, bzw. Frage ohne irgendetwas näher zu erläutern. Selbst auf Nachfrage kam keine vernünftige Antwort.

Habe daraufhin im Internet gesucht und mich spontan für einen Wechsel der Klinik entschieden....so bin ich dann in Köln Merheim gelandet.

Am Telefon kurz erklärt worum es ging und ganz kurzfristig einen Termin am 04.05.2015 bekommen.

Dieser Termin war dann erstmalig aufschlussreich, der Oberarzt der Nuklearmedzin, Dr. Diederichs hat sich sehr viel Zeit genommen, sich alles angehört, ein Sono der Schilddrüse und eine Blutabnahme gemacht und mich mit den Worten "ich melde mich sobald alle Werte vorliegen telefonisch bei Ihnen" entlassen.

Man mag es nicht glauben, aber 10 Tage später erhielt ich den Anruf, aufgrund der Entfernung hat er sich die Faxnummer meiner Apotheke geben lassen, das Rezept vorab dorthin gefaxt und mir die Dosis vom Carbimazol genannt, Original Rezept wurde auf dem Postweg verschickt.

Bei Fragen oder Problemen sollte ich mich sofort melden.

Zum ersten Mal seit ca. 7 Monate fühlte ich mich ernst genommen (mein Hausarzt ausgenommen, er war der Einzige bisher gewesen).

Apotheke hat sofort bestellt und ich habe am 16.05.2015 mit Carbimazol 10 mg begonnen.

Der Arztbrief, den ich ab dann immer in Kopie geschickt bekommen habe, erhielt ich  dann am darauffolgenden Montag.

da stand dann auch schwarz auf weiss die Diagnose:

Autoimmunthyreopathie vom Typ Morbus Basedow

Egal wie besch..... diese Diagnose war....das Kind hatte endlich einen Namen.

In dem Moment habe ich es zutiefst bereut das ich während der Ausbildung, was Schilddrüse anging, ziemlich geschlafen hatte, es hatte mich nicht sonderlich interessiert, wurde auch nur kurz umrissen und war schliesslich auch schon Jahrzehnte her...

Dann ging es unter engmaschiger Kontrolle weiter,

am 11.06.2015 Blutabnahme und Termin Dr. Diederichs

ab dem 13.06.2015 telefonische Durchgabe ...Erhöhung auf 20 mg Carbimazol,

am 25.06.2015 Blutabnahme und Termin Dr. Diederichs

ab dem 27.06.2015 Erhöhung auf 30 mg Carbimazol.

Zwischenzeitlich hatte ich verstärkte Augenprobleme die ich am 25.06.2015 auch angesprochen hatte.

Ich sollte sofort einen Termin beim Augenarzt machen,

Als Kontaktlinsenträgerin hatte ich natürlich einen Augenarzt hier in der Nähe.....dort angerufen, es fiel die Diagnose Basedow....und schwupps sollte ich mir eine Überweisung zur Augenklinik holen.

Ich entschied mich dann ebenfalls für Merheim. Ich bekam direkt ein paar Tage später, am 30.06.2015 einen Termin weil jemand abgesagt hatte.

Dort gab es dann die Diagnose

EO (Endokrine Orbitopathie),

zum Glück in einem Bereich der eine Cortison Stosstherapie noch nicht erforderlich machte.

Mit einem Rezept für Selen ( 2 x tgl. 100 mg ) und der Empfehlung, grosszügig Augentropfen ( Tränenflüssigkeit ) zu benutzen, durfte ich wieder gehen.

Nach erneuter Blutabnahme wurde von der Nuklearmedizin ein Termin zur Voruntersuchung zur OP gemacht.

Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich noch fest daran bald wieder fit und einsatzfähig zu sein.....

Ein ausführliches Gespräch mit Dr. Diederichs führte dazu das ich mich für eine Totalentfernung der Schilddrüse entschieden hatte. In meinem Beruf hatte ich immer wieder mit jodhaltigen Substanzen zu tun, die auch nicht komplett vermieden werden konnten. Das und mein desolater Zustand führten dazu das operiert werden sollte.

Das Vorgespräch lief auch ruhig und informativ ab, der zuständige Oberarzt Dr. Volland führte das Gespräch und sollte auch der Operateur sein.

Ich fühlte mich dort auch gut aufgehoben.

OP Termin wurde auf den 14.08.2015 gelegt.

Und ja.....ich habe diesen Tag herbei gesehnt....weil ich immer noch davon ausging: Schilddrüse raus, kurze Einstellung und mir geht es wieder gut....

Leider eine falsche Hoffnung....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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